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The Orville – Sondervorstellung | Review deutsch – Alaras Kommando

Willkommen zur Sondervorstellung. Vorab eine Liste der besten Dinge, die uns in dieser Folge geboten wurden:

  • Kermit der Frosch
  • Bortus brütet ein Ei aus und ist dabei nackt
  • Alara trinkt xelayanischen Tequila
  • Gordon beleidigt Alara und wird suspendiert
  • Der Captain bezeichnet Kelly als „Biene Maja“
  • Alara sagt „Wuff“

Die Episode beginnt mit einem der humoristisch spektakulärsten Einstiege vor dem Intro. Wohlgemerkt bevor wir dieses zum allerersten mal sehen. Bortus will dem Captain um 21 Tage Urlaub bitten, damit er sein Ei ausbrüten kann. Vorher fragt er, worum es sich bei der grünen Kreatur auf dem Schreibtisch handelt. Der Captain erklärt ihm, dass es sich um Kermit den Frosch handelt. Das sei eine amphibische Lebensform von der Erde und ein großer Anführer, den er bewundere. Vermutlich ist Kermit der Frosch ein Vorbild von Ed und inspiriert ihn in seiner Tätigkeit, als Captain die Show auf dem Schiff anzuleiten. Es spricht für seine Qualifikation als Captain, geeignete Vorbilder aus seiner Heimatwelt zu haben, die er bewundert.

Kermit der Frosch hatte ein paar Auftritte in Family Guy. Seth MacFarlane ist anscheinend selbst ein Bewunderer von diesem Frosch und kann ihn hervorragend Sprechen (Beispiel 1, Beispiel 2). Der Frosch wird aber sicher nicht ganz ohne Bedeutung für den Plot zu Beginn der Episode eingeführt, da er später noch für einen kurzen Moment wichtig wird, wenn man es so interpretieren mag. Als der Captain beginnt, in höchsten Tönen von diesem bewundernswerten Frosch zu erzählen, verliert er den Faden und kommt wieder auf das eigentliche Thema zurück. Angesichts der Tatsache, dass Moclaner einmal pro Jahr urinieren, verwundert das nun hinzugewonnenen Wissen, dass sie Eier legen, kaum. Dem Captain geht es anders. Er versteht das zunächst nicht. Er fragt nach, wie groß die Eier sind, und ob Bortus darauf sitzt. Danach verfällt er seinem unangebrachten Humor, mit dem Bortus natürlich absolut nichts anfangen kann:

„Dann richten Sie Klyden meinen Glückwunsch aus, und wenn Sie noch eins auf Lager haben – ich nehm‘ das Omelett. (lacht)“ – „Sir?“ – „Ähm, ‚tschuldigung, blöder Witz.“ – „Ja.“ – „Der war Eifältig. (lacht) …schon gut, ich werde es bei Ihnen gar nicht mehr mit Komik versuchen.“

Es ist intensiver als beim ersten Gespräch der beiden. Bortus reagiert nur kurz oder nur mit Schweigen auf seinen Captain. Hinzu kommt, dass dieser dabei lacht wie jemand, der gar nicht anders kann als immer wieder solche Witze zu reißen – sozusagen einen Zwang entwickelt hat – und so an seinen Lack-Kick gelangt. Mit Bortus als Gegenüber hat er niemanden, den er damit auf den falschen Fuß treten könnte. Somit kann er hier gerade seinen eigenartigen, aber trotzdem extrem sympatischen Humor bei seinem zweiten Offizier ausleben und sich dabei kaputtlachen. 

Nachdem also demonstriert wurde, wie Gespräche auf der Orville zwischen Führungsoffizieren ablaufen, verlässt Bortus das Büro und der Captain trinkt etwas Tee aus seiner Tasse. Scheinbar, um sich von seinem Lachflash zu erholen. Das Intro folgt auf den Satz „Jetzt hab ich Lust auf Eier“. Der reguläre Zuschauer, der bei der ersten Episode beginnt und jetzt natürlich noch nicht komplett im Orville-Universum angekommen ist, sieht das Intro demnach erstmals während er im Geiste noch mit dieser Aussage des Captains zurechtkommen muss. Der absurde Humor wird mit der Titelmusik kognitiv verknüpft. 

Das Intro wächst einem nach zwei bis fünf Folgen ans Herz. Man gewöhnt sich an die zunächst neue Musik. Bei mir vermittelt die Musik mittlerweile ein beruhigendes Gefühl im Sinne von „Gut dass es die Orville gibt. Egal was passiert, das gibt es trotzdem noch.“

Die Sequenzen haben sehr viel von Voyager. Man sieht das Schiff der Serie an zahlreichen astronomischen Phänomenen vorbeifliegen. Darunter Asteroiden, Gasnebel und auch ein Schwarzes Loch, das einen Planeten einsaugt. Während man sich beim Anblick der USS Voyager nicht über das Schiffsdesign wundert, sondern am ehesten ein „Star Trek Feeling“ erfährt, da das Schiff in einem weit entlegenen Teil der Galaxie durchs All schwebt, verbindet man die befremdliche Form der Orville möglicherweise mit dem eigenartigen Humor und der Art, wie die Besatzung dieses Raumschiffes so drauf ist. Diese Extravaganz spiegelt sich im Aussehen des Raumschiffes wieder, indem man sich fragt „So würde doch nie ein Raumschiff aussehen??“ analog zu: „So würde sich doch niemand verhalten, der auf einem Raumschiff Befehle gibt…“.

Im Englischen heißt die zweite Episode „Command Performance“, was die Fähigkeit, Befehle zu erteilen und ein Anführer zu sein, bezeichnen kann. Es wurde ins Deutsche aber mit „Sondervorstellung“ übersetzt. „Führungsqualität“ wäre eine andere Möglichkeit gewesen. Die unterschiedlichen Titel bzw. deren Übersetzungs- oder Interpretationsmöglichkeiten passen jeweils zu den zwei Haupthandlungsstränge, die initiiert werden, getrennt verlaufen und am Ende wieder zusammengeführt werden. Die Sache mit Bortus‘ Ei ist in dieser Folge erst einmal noch eine Nebenhandlung. Der 2. Offizier überlässt Lieutenant  Kitan das Feld, welche auf der Orville die Hauptrolle in dieser Episode hat, da sie die größte Entwicklung durchmacht, während Ed und Kelly in der Außenhandlung isoliert und handlungsunfähig sind.


Die Eltern des Captain

Auf der Brücke möchte Lieutenant LaMarr wissen, wo Bortus Ei herausgekommen ist. Aber der Captain hat danach ja nicht gefragt. Das erzürnt John etwas. Er versteht nicht, wie man nach solchen Details nicht fragen kann. Das ist schließlich interessant. Ich würde wirklich gerne wissen, was der Navigator gedacht hat, als er in der ersten Episode erfuhr, dass Moclaner nur einmal pro Jahr aufs Klo müssen. Er war schließlich anwesend und muss es gehört haben. 

Die Handlung wird in der zweiten Episode sehr schnell In Gang gebracht. Das Schiff startet eine Rettungsmission. Nach Kontaktaufnahme mit dem hilfsbedürftigen, verbündeten Schiff wird der Captain mit seinen Eltern Konfrontiert, die sich dort an Bord befinden. Er blamiert sich erneut vor seinen ganzen Offizieren. Wieder basierend auf seinem privaten Umfeld. Nur dass er es diesmal miterlebt. Letztes mal war es die Ex, jetzt sind die Eltern dran. Die fragen ihn peinliche Dinge und führen sich peinlich auf. Sogar vertrauliche medizinische Informationen werden besprochen. Kelly, Alara, Gordon und sogar John, der eben noch wissen wollte, wo bei Moclanern die Eier raus kommen, ekeln sich, weil der Vater ihres Captains über die Darmerkrankung Divertikulitis spricht.

Ed und Kelly möchten ihre Kameraden vor weiteren Details ersparen und brechen das Gespräch deshalb notgedrungen ab, indem sie ankündigen, auf das andere Schiff zu kommen. Weil Bortus sein Ei ausbrütet, ist Alara die ranghöchste Offizierin auf der Brücke. Also übergibt der Captain ihr das Kommando. Sie macht das erstmals und fühlt sich deshalb unsicher dabei. Ed stellt noch kurz klar, dass mit seinem Darm alles ok ist. Dann überlassen er und Kelly die anderen sich selbst. Alara nimmt angespannt und voller Ehrgefühl Platz auf dem Sitz des Captains. 

Eds Mutter hat nach dessen Aussage Kelly einmal 46 mal hintereinander als Schlampe bezeichnet und er ist immer noch Sarkastisch drauf wegen „Der Sache“.

„Wir haben nicht zueinander gepasst – es ist vorbei.“ – „Ja vielleicht. Wir hatten keine Chance, es herauszufinden.“ – „Das passiert eben, wenn man sich von nem blauen Alien bohnern lässt, während der Mann arbeitet.“

Die zwischenmenschliche Beziehung verschlechtert sich durch das drohende Gespräch mit den Eltern und allgemeine Streitigkeiten. Das Ergebnis der diesmal nicht ganz so hektischen Diskussion ist, dass Kelly sich Cannabis synthetisiert, um im Ernstfall Eds Eltern besser ertragen zu können. Die Legalisierung dieser Substanz wird von Seth MacFarlane befürwortet. Ein schöner Moment, weiter jedoch spielt das Cannabis in dieser Episode keine Rolle. Da wäre einiges möglich gewesen. 

Alaras erstes Kommando

Als Ed und Kelly das Schiff betreten, finden sie sich in einer Kammer wieder und werden von dort weg teleportiert. Das ganze Schiff entpuppt sich als holografische Projektion und die Scanner der Orville können die beiden nicht ausmachen. Alara kommt mit so einer Ausnahmesituation nicht klar und verlässt panisch die Brücke, um Commander Bortus aufzusuchen. Diesen stört sie dabei wie er auf seinem Ei sitzt. Warum muss er dabei Nackt sein und warum kann sein Partner es nicht ausbrüten? Diese Fragen werden nicht geklärt und das stört keineswegs. Genauso wie Bortus keineswegs sein Ei allein lassen kann. Sicherlich gibt es irgendwelche biologischen Gründe dafür, warum gerade er jetzt auf dem Ei sitzen muss. Genau wie nicht erklärt wird, wie z. B. der Quantenantrieb funktioniert, müssen wir da auch nichts genaues drüber wissen. Es passt auch nicht zum Charakter von The Orville, so etwas zu erklären. Viel wichtiger und interessanter als die Frage, warum es sich so verhält mit dem Ausbrüten, ist – wie Lt. LaMarr und der Captain bereits zeigten – wo das Ei herauskam und ob man da vielleicht auch Omelett draus machen kann.

Alara muss mit der kritischen Situation allein zurechtkommen und wird gleich bei ihrem ersten Kommando mit einer überragenden Aufgabe konfrontiert. Dabei können ihr ihre körperlichen Fähigkeiten nicht weiterhelfen. Stattdessen muss sie über sich hinauswachsen. Sie ist extrem geschockt, verzweifelt und ängstlich. Deshalb sucht sie ihr Quartier auf, um Xelayanischen Tequila zu synthetisieren, den sie sich mit einem Schluck hinterkippt. In der Hoffnung, dass sich dann die Beschwerden mildern und der psychische Druck besser zu ertragen ist. Jedoch muss sie wenige Momente später zurück ins Quartier um sich zu übergeben. Danach bleibt nichts anderes mehr übrig, als sich der Situation zu stellen und sie betritt wieder die Brücke.

Im Gegensatz zu Gordon im Shuttle am Anfang der ersten Episode trinkt Alara nicht aus Spaß, sondern weil sie echte Probleme hat, ihren Job zu machen. Verübeln kann man es ihr nicht. Auch weil es unterhaltsam ist eine Führungsperson zu sehen, die Alkohol braucht um ihrer Aufgabe nachzukommen. Je Ranghöher der Alkohol konsumierende Offizier ist, desto besser. Denn je ranghöher, desto mehr Anstand und Verantwortungsbewusstsein würde man normalerweise vermuten. Ebenso, wie Führungsqualitäten, die Alara aber erst in dieser Episode erlernt.

Auf der Brücke schlägt Gordon vor, das Shuttle, das sich noch bei der fremden Konstruktion befindet, per Fernsteuerung zurückzuholen. Alara ist aufgrund der Unsicherheit bei der ihr auferlegten Verantwortung komplett neben der Spur. Die simple Idee des Steuermanns belobigt sie mit einem alles andere als selbstsicher ausgesprochenem „Bravo“, und sie trifft ihre erste Entscheidung vorschnell. Sie wird von einem von Johns unangebrachten Kommentaren erzürnt. Das führt leider dazu, dass sie auf ihrem Befehl, die fremde Raumsonde in den Hangar zu holen, beharrt. Anstatt auf Isaacs Rat zu hören will sie ihre Machtposition nutzen um ihre Unsicherheit zu kompensieren und zu verdecken sowie, um den Navigator, der ihr eben blöd gekommen ist, einen Befehl ausführen zu lassen. 

Das Ergebnis ist, dass die Boje zwischen dem Hangar und den Triebwerken explodiert und viel Schaden am Schiff anrichtet. Getroffen wird nicht nur das Schiff sondern auch Alara, die erneut panisch von der Brücke flieht. Sie wird nun auch noch mit dem Chaos konfrontiert, an dem sie durch ihren Befehl mit schuld ist. Die Trümmer und die Verletzten zu betrachten setzt ihr schwer zu und bricht sie. Wegen ihrer Schuldgefühle , die bei den Gesprächen mit der Crew noch verstärkt werden, sucht sie nach einer Möglichkeit, diesem Alptraum zu entkommen. Also wendet Sie sich verzweifelt an die Ärztin. Sie bittet Claire sie des Kommandos zu entheben. Claire möchte zwar nicht so tun, als wäre Alara Drogensüchtig und deshalb nicht fähig, die Orville zu kommandieren, will aber versuchen ihr „Obi-Wan“ zu sein. Das bedeutet, ihr moralischen Beistand zu leisten. Obi-Wan Kenobi hat als Jedi-Meister diese Bedeutung. Alara versteht es aber nicht, weil sie diese über 400 Jahre alten Filme von der Erde nicht kennt. Die Möglichkeit, Lieutenant Kitan ihrem Kommando zu entheben, sehe ich allerdings trotzdem. Sie ist immerhin extremen Angstzuständen ausgesetzt, die sie in ihrer Handlungsfähigkeit einschränken, und hat sich aufgrund von Alkoholkonsum während der Arbeitszeit übergeben, was Ensign Parker gegenüber der Ärztin bezeugen könnte. Claire bzw. Obi-Wan will aber ihre Schülerin den schweren Weg gehen lassen, damit sie daraus lernt. 

Das Terrarium

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Der Verbleib von Ed und Kelly ist weiterhin ungewiss. Beide wachen in einem Raum auf, der Ihrem alten Apartment in New York gleicht. Dort, wo die Serie begonnen hat. Sie sehen sich dort verwirrt um. Schnell bemerkt Ed, dass sich Kermit der Frosch auch dort befindet. Möglicherweise haben „Die“ sie in die Vergangenheit geschickt. Diese Option wird zunächst offen gelassen. Die Tür ist verschlossen und der Captain kann Alara nicht bitten, sie zu öffnen. Außer, dass die beiden jetzt anscheinend auf der Erde sind, hat diese Szene vielleicht noch den Zweck, Kermit den Frosch weiter zu etablieren. Im Apartment ganz am Anfang der Serie war er noch nicht zu sehen.

Sie gewöhnen sich später in ihrem Quartier ein. Ein paar mehr Szenen, in denen sie versuchen, aus dem Zimmer zu entkommen, hätte ich mir gewünscht. Aber die Panik geht schnell vorüber. Sie legen ihre Uniformen ab und leben jetzt einfach nur dort und unterhalten sich. Das entführt sein löst bei ihnen das Gegenteil von dem aus, was man erwarten würde. Sie streiten sich nicht einmal mehr, sondern kommen sich wieder näher. Die zwischenmenschliche Beziehung ist jetzt im Gegensatz zu dem Moment im Shuttle überragend gut. Es liegt sicherlich daran, dass das Gespräch mit den Eltern zum glück doch nicht stattfinden wird und sie sich in einer vertrauten Umgebung befinden, die sie an ihre gemeinsame Vergangenheit erinnert. Der menschliche Geist ist tatsächlich fähig, sich an solche Situationen sehr schnell anzupassen, sodass ein Einleben möglich ist. Erst recht, wenn dieser Prozess durch kein Anzeichen von einer Gefahr gestört wird und eine Entführung gar nicht bemerkbar war, da sie ja einfach dort aufgewacht sind, und nicht wissen, wie sie dort hin gelangten. 

Auf der Orville berichtet Isaac von seinen Analysen, die einen molekularen Transfer vermuten lassen und durch genauere, energieaufwendige Messungen Rückschlüsse erlauben würden, wohin dieser Transfer erfolgt ist. Die Energie wird deshalb auf Alaras Befehl hin auf die Scanner umgeleitet. Dabei behauptet sie sich gegen den Ingenieur im Maschinenraum, der sie zum zweiten mal „Kleine“ nennt. Ein Anlass für Gordon und John, das Geschehen zu kommentieren. Sie machen dabei nicht nur auf Alaras schnelle persönliche Entwicklung aufmerksam, sondern leisten wie immer ihren ganz eigenen Beitrag zur Show.

Gordon und John sind gleichzeitig immer auch so etwas wie die Zuschauer. Figuren, die die Handlung kommentieren und dabei ihre Sicht darstellen, aber die Handlung dabei oft nicht beeinflussen. Das gab es bei Star Wars in Form von C-3PO und R2-D2, die ständig Slapstick-artige Unterhaltungen führten und zu einem nicht unerheblichen Anteil für den Humor in Star Wars zuständig waren. In etwa diese Funktion haben der Steuermann und der Navigator auch, nur dass  es sehr viel weiter entwickelt ist. Nicht nur beeinflusst dieses auffällige Verhalten manchmal tatsächlich die Handlung, auch wird hier auf andere Arten von Slapstick und auf peinliche, pubertär-humoröse Kommentare und fremdschämenden Zwischenrufe zurückgegriffen. Genannt wird das auch „Pimmel-Humor“. In etwa so wie es zwei Zuschauer im Kino machen könnten, die andere Besucher dadurch arg belästigen würden, wird auf der Brücke der Orville von den beiden jeder noch so stumpfsinnige Kommentar Limonade bzw. Bier trinkend frei herausgerufen. Gordon hat sich sogar schon beschwert, warum er nicht wie der zweite Offizier ein paar Wochen frei bekommt, um auf einem Ei zu sitzen.

Die Bedeutung von Kermit dem Frosch

Später gelingt es Isaac, den Molikulartransfer zu verfolgen. Alara kontaktiert Admiral Tucker, nachdem sie den Zielort erfährt. Die fragliche Region gehört den Calivon, die ebenso wie die Kaylon die Menschen als minderwertig betrachten und technologisch viel zu weit fortgeschritten sind. Die Orville soll deshalb dieses Gebiet meiden. Alara ist durch diese Entwicklung frustriert und extrem unzufrieden. Sie atmet tief durch und blickt dabei einige Momente in die Augen von Kermit dem Frosch. Dann schlägt sie aus Wut mit beiden Fäusten den Schreibtisch des Captains zu Trümmern und Kermit landet mitten im Schutt auf dem Boden. Das ist die einzige Aktion in dieser Episode, in der sie ihre Stärke benutzt. Es wirkt so, als wäre sie wütend auf den Frosch. Mittlerweile habe ich zwei Szenen gesehen wo in Family Guy Schreibtische zerschlagen werden. Deshalb denke ich, dass es genau wie Kermit, der dort manchmal auftaucht, eine Anspielung sein könnte. Alara handelt total aus dem Affekt. Irgendetwas hat Kermit der Frosch in ihr ausgelöst. Vielleicht hat er eine ähnliche Wirkung auf sie wie auf den Captain. Dieser lobte Kermit am Anfang als einen großartigen Anführer, der seine Leute zu höherem Inspiriert. Das Zerschlagen eines Tisches allein kann aber nicht die Folge davon sein, was Kermit durch einen Blickkontakt auslöst. Einleuchtender wäre, dass Alara mit der von Kermit übertragenden Inspiration nicht umgehen kann und überreagiert, jetzt wo sie komplett am Ende ist, ihr wirklich alles zu Kopf steigt und sie keinen Ausweg weiß, da sie auch keine Erfahrungen mit vergleichbaren Situationen hat. Außerdem braucht sie noch ein paar Stunden mehr Zeit um das alles zu verarbeiten. So absurd es vielleicht klingt, da der Captain dies am Anfang über Kermit gesagt hat, glaube ich tatsächlich, dass diese Szene zeigen soll, dass Kermit auch einen Anteil an Alaras Entwicklung hin zu einer besseren Führungspersönlichkeit, wie Kermit ja anscheinend eine ist, hat. In der Episode geht es um Führungsqualität – um Command Performance – und deshalb ergibt so eine Inspirationsquelle wie Kermit der Frosch sehr viel Sinn. Auf andere Weise könnte Kermit auch gar keinen Einfluss nehmen, da er eine Puppe ist, die die handelnden Figuren nur durch das beeinflussen kann, was sie mit dieser Figur verbinden.

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Die Calivon, von denen Admiral Tucker erzählte, bekommen wir dann auch zu sehen. Zwei von ihnen wecken den Captain, der auf der Couch schlafen muss, auf. Er läuft drauf hin gegen die Scheibe, die nun nicht mehr die Aussicht auf New York zeigt und fällt hin. Das Calivon-Kind lacht ihn aus, und will sich als nächstes die Moclaner ansehen. Die Mutter des Kindes hingegen will zu den Krill. Die anderen Außerirdischen, die diese Situation offenbar etwas mit Humor nehmen, erklären, dass sie in einem Zoo der Calivon sind und die Boje ein Köder war, der holografische Szenarien erstellt, um andere Spezies einzufangen. Die Calivon hatten für dieses Vorhaben Informationen darüber, wie sich die Eltern des Captains verhalten, welche medizinischen Probleme diese haben und wie sein Apartment in New York aussieht. Kelly beschrieb dieses als „genau so, wie sie sich daran erinnert“, was ein Hinweis darauf ist, dass es aufgrund von Daten nachgestellt wurde, die durch Gedankenlesen gesammelt wurden.

„Die haben sogar meinen Dad von seinem Darm reden lassen. Echt hoch entwickelte Technologie.“

Alara wird gehasst

Die Orville wurde mittlerweile wieder einsatzbereit gemacht. Wegen Alaras Befehl, die Erde anstatt des Calivon-Raumes anzusteuern, sind John und vor allem Gordon aufgebracht – vielleicht weil es um seine Freunde geht, aber auch weil er ohnehin erwiesenermaßen etwas verrückt ist, was angemessenes Verhalten im Dienst angeht. 

„Alara, das ist kaltblütiger Scheiß! Sie können sich den Befehl in den Arsch stecken!“

Bisher ist das Gordons krasseste Aussage und ein herausragendes Beispiel für den Umgangston auf diesem Schiff. Diesmal hat er seine Narrenfreiheit allerdings überschätzt. Der stellvertretende Captain Kitan suspendiert ihn für diese Frechheit. Er verlässt wortlos die Brücke.

Alara bekommt erneut zu spüren, wie schwierig das Kommandieren ist, da jetzt das ganze Schiff sie dafür hasst, Ed und Kelly im stich zu lassen. Sie lässt sich wieder von Obi-Wan beraten. Angeblich war alles, was ihr bisher widerfuhr, „Kinderkram“. Nach dem Gespräch betritt sie die Kantine, wo alle sie verachtend anschauen. Niemand will mehr etwas mit ihr zu tun haben.  Sie holt sich erst noch einen Xelayanischen Tequila. Diesmal einen Doppelten. Sie übergibt sich dabei nicht und hat sich den nötigen Mut angetrunken, sich zu ihren Leuten zu setzen, von denen sie sich Verständnis erhofft. Welches sie aber nicht bekommt. Von Godon Malloy, den sie vorhin suspendiert hat, bekommt sie jetzt stattdessen den nötigen input, ihren Befehl zu überdenken. Sie lässt ihn offen sprechen und seine Meinung frei heraus zu sagen ist sicherlich eine von Gordons Stärken. Sie ist vorher nicht auf den Gedanken gekommen, dass der Captain Sie gesucht hätte, wäre sie jetzt in seiner Lage. Man kann sowohl nachvollziehen, dass Alara auf den Gedanken bei allem, was sie durchmachen muss, von allein nicht kam, als auch kann man sich sehr gut vorstellen dass der Captain niemals eines seiner Crewmitglieder im Stich lassen würde, selbst wenn die Admiralität dies so anordnet und die Chancen schlecht stünden. Gordon lässt es nicht zu, dass Alara sich aufgrund von Befehlen einer höheren Ebene herausredet. Er verübelt es ihr trotzdem und zeigt kein Mitgefühl. Für ihn ist sie „Das Letzte“, bis zu dem Punkt wo sie sich dazu entschließt, ihre Karriere für ihrer aller Captain und ersten Offizier aufs Spiel zu setzen. Seine klare Ansage bewirkt genau das. Alara sitzt vor den beiden übrigen Brückenoffizieren, die Verachtung empfinden können und ihr somit diese Konfrontation bieten können. Von Isaac oder Bortus würde sie das aufgrund fehlender Emotionalität nicht geboten bekommen können. Auch John bestätigt ihr Gordons Aussage mimisch und es lässt sie klar werden, dass sie wirklich „das Letzte“ ist, wenn sie den Kurs beibehält. Nachdem sie ihren Entschluss, nicht auf den Admiral zu hören, verkündet wird sie auf einmal von der Hassfigur zur Heldin. Alle verlassen ihre Plätze ohne fertig zu essen, um den Kurs so schnell wie möglich anzupassen. 

Die Befreiung

Alara ist von der Ihr auferlegten Last erlöst und mittlerweile in der Lage, selbstsicher Ihren Befreiungsplan den Brückenoffizieren zu erklären, die jetzt hinter ihr stehen. Es ist nicht ersichtlich, ob sie ihren Plan schon vorher hatte oder diesen erst nach der Kursänderung mit Isaac besprochen hat. Denn er liefert schließlich die Lösungen, da er erstens die Technologie der Calivon, Schiffe holografisch zu imitieren, aus den Trümmern der Boje geborgen und nutzbar gemacht hat und zweitens als hoch entwickelte Spezies jemand ist, mit dem die Calivon reden würden.

„Wie er uns oft und gern wissen lässt, ist seine Heimatwelt Kaylon uns anderen technologisch überlegen.“ – „Intellektuell ebenfalls, Sir!“

Die getarnte Orville gelangt unbemerkt in das Orbit von Calivon. Wie Isaac und Alara auf die Oberfläche gelangen, sehen wir nicht. Das Shuttle kann sich allerdings tarnen, was man aber in dieser Episode noch nicht sehen kann. Wo das Außenteam, das diesmal nur aus zwei Personen besteht, das Shuttle verlässt und schließlich in den Zoo gelangt , wird auch nicht gezeigt. Es wurde einfach die Position der einzigen beiden menschlichen Lebenszeichen ausgemacht. 

Ed und Claire sollen, ausgerechnet jetzt wo sie sich gut in ihrem Gehege eingelebt haben, gleich wieder daraus befreit werden. Gerne würde ich genau wie die Calivon die beiden noch weiter beobachten. Ich kann gut verstehen, warum die Calivon zwei Menschen in ihrem Zoo haben wollten. Bereits jetzt leben die beiden dort, als wäre nichts gewesen. Gerade sind sie aufgestanden. Ed setzt sich genervt mit einem Bier auf das Sofa. Das herrliche daran ist, dass er nicht durch die Zoobesucher oder die Umstände allgemein genervt ist sondern von den Geräuschen, die Kelly beim Müsli Essen macht. Am Vorabend mochten sie sich noch, jetzt hassen sie sich wieder.

„Hey, würdest du das bitte lassen?!“ – „Was!?“ – „Wir haben lang genug zusammen gelebt, du weißt, ich höre dir nicht gern beim Müsli Essen zu.“ – „Es ist Morgen – Ich möchte frühstücken. Du solltest es auch mal mit Essen versuchen – statt zu trinken.“ – „Ist doch nur ein Bier“ – „Ja und es ist 9 Uhr früh – und das ist, falls du es nicht mehr weißt, etwas was ich nicht leiden kann.“ – „Das, was ich mache, das machen die Deutschen bereits…“ – „… das machen die Deutschen bereits seit Jahrhunderten. Ja, du liebst den Spruch, aber du bist kein Deutscher!“ – „Und du bist nicht… Biene Maja – also halt den Mund!“

Die beiden beginnen sich wieder zu streiten und machen damit ihren Job als Ausstellungsstücke im Zoo sogar ganz gut. Schließlich stehen die Calivon genau auf so etwas, wie sich am Ende herausstellt. Leider werden sie beim Streitenden von Isaac und Alara unterbrochen, welche sie jetzt aus dem Zoo herausholen wollen.

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Dadurch bekommen wir auch fatalerweise nicht mehr mit, wie beide oder einer von Ihnen das Cannabis konsumiert, das Kelly theoretisch immer noch bei sich haben müsste. Möglich wäre gewesen, dass die beiden ranghöchsten Offiziere von Sicherheits- und Wissenschaftsoffizier im berauschten Zustand vorgefunden werden. Das Cannabis wäre perfekt gewesen, um zu zeigen, wie schnell sie es nicht mehr ohne Zuhilfenahme von Drogen miteinander in Ihrem Gehege aushalten können.

Abgesehen davon, dass das Gehege, das den natürlichen Lebensraum von den beiden simulieren soll und deshalb ein genaues Abbild von ihrem Apartment ist, ist die Bedeutung von Kermit dem Frosch, der deshalb auch dort anwesend ist, interpretatorisch freigestelltDeshalb sehe ich auch hier den Einfluss von Kermit dem Frosch als Show-Organisator – diesmal im Zusammenhang mit dem Titel „Sondervorstellung“. Was ist, wenn der von den Calivon synthetisierte Kermit durch seine Anwesenheit unterbewusst einen Einfluss auf das Verhalten von Ed und Kelly hat? Kermit ist jemand der für eine gute Show, eine gute Vorstellung sorgen soll. Und für die Calivon bedeutet das, dass sich die Menschen so aufführen, wie Ed und Kelly es hier machen. Diese Theorie ist reine Interpretation von Symbolen und ein humoristischer Versuch, eine Antwort auf die Frage zu finden, warum sich der Frosch mit in dem Abbild des Apartments befindet. Es hätte ja genauso gut ohne ihn funktioniert und ich glaube nicht dass Seth MacFarlane ein solches Detail ohne Grund einbaut. 

Isaac sucht mit Alara, die er als sein Haustier ausgibt, den Zoowärter auf. Der redet mit dem Kaylonier auf Augenhöhe und ist über seinen Besuch erfreut, während er Alara als Handelsware und mögliches Ausstellungsstück ansieht.

„Sie ist nicht zu verkaufen. Sie ist… mein Haustier.“ – „WUFF!“

Alara hat sowohl mit Isaac als auch Gordon Malloy geplant. Zuerst versucht Isaac den Zoowärter zu überzeugen, die Menschen frei zu lassen, weil sie aus einem Kaylonischen Zoo kämen und krank seien. Der Calivon findet es anscheinend normal, dass andere hoch entwickelte Spezies auch Zoos betreiben und glaubt die Geschichte ohne irgendeinen Beweis. Da das aber nur dazu führt, dass der Wärter den Einschläferungsprozess in Ed und Kellys Terrarium einleitet, muss Alara zu Wort kommen, um ihm ein unschlagbares Angebot zu machen. Der Zoowärter will sich natürlich nicht dazu herablassen, mit einem – aus seiner sicht -Tier zu sprechen. Dazu ist die ausdrückliche Bitte des Kayloniers, also Ihres Herrchens nötig.

„Rede, Xelayanerin!“ – „Danke, Sie Sack.“

Sie bietet dem Zoowärter im Austausch etwas, das Unwiderstehlich ist. Einen sehr alten und obskuren Teil der Kulturdatenbank der Erde wird gegen Ed, Kelly und ein gefangenes Kind eingetauscht. Gordon hat Ihr für diesen Handel ein riesiges Archiv an Videodateien herausgesucht. Die Calivon schauen nun gebannt auf altes Filmmaterial von der Erde. Darunter Folgen von „Der Bachelor“ und „Keeping up with the Kardashians“ Insgesamt haben sie ca. 10000 Dateien bekommen, welche nun im Zoo auf Bildschirmen abgespielt werden. Für sie ist es das beste Ausstellungsstück, das sie je hatten. Dass die Calivon darauf abfahren, Menschen zu sehen, die sich streiten, gegenseitig anbrüllen und dergleichen, ist anhand einiger Videobeispiele zu sehen. Ed und Kelly waren als Exponate daher bereits etwas besonderes für die Calivon. Entweder Sie oder das neue Videoarchiv sind das, was der Episode den deutschen Titel „Sondervorstellung“ gibt.

Die Calivon im Vergleich zu Kaylon

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Die Eigenschaft, einen Zoo oder mehrere Zoos zu betreiben ist bei den Calivon eine Besonderheit. Sie sind auf einem ähnlichen Technologischen Level wie die Kaylon und zeigen ebenfalls Interesse daran, die anderen, unterentwickelten Spezies, die sie als minderwertig betrachten, zu beobachten. Während die Kaylon sich dazu herablassen, sogar mit den anderen Spezies zu kommunizieren, und im Falle von Isaac sogar mit ihnen zusammenzuarbeiten, sind die Calivon dermaßen überheblich und von ihrer zivilisatorischen Höhe überzeugt, dass sie Kommunikationsversuche von minderwertigen Wesen gar nicht erst wahrnehmen können oder Schwierigkeiten mit dem Gedanken haben, eine ernsthafte Konversation mit solchen unterentwickelten Kreaturen zu führen. Dass sie sie verbal aber verstehen können, spielt dabei erst einmal keine Rolle. Kelly erzählte, dass es auf der Erde früher auch Zoos mit gefangenen Tieren gab, weil die Menschen davon ausgingen, diese Rechte gegenüber anderen Spezies zu besitzen. Die Calivon besitzen diese Auffassung immer noch und wenden sie wegen ihrer extrem hohen zivilisatorischen Entwicklungsstufe sogar auf andere, humanoide, ebenfalls raumfahrtfähige Spezies an. Ein weiterer wichtiger Faktor, der wohl zu diesem Umstand führt ist, dass sie als solch hoch entwickelte organische Spezies immer noch das Verlangen nach Vergnügen haben. Während alle anderen Bedürfnisse durch die fortgeschrittene Technologie gestillt werden, widmen sich alle Anstrengungen hauptsächlich diesem Bedürfnis. Und dabei scheint das Beschaffen und Bestaunen von Exponaten im Zoo ein wichtiger Bestandteil zu sein. Etwas anderes, das heißt eine andere Form von Freizeitpark, haben wir ja bei ihnen auch noch nicht gesehen. Die Kaylonier als anorganische, künstliche Lebensform besitzen diese Unterhaltungsbedürfnisse nicht, sondern werden ausschließlich durch den Willen, Informationen zu sammeln, angetrieben. Deshalb hat Isaac auch die Möglichkeit, sich anzupassen, zu interagieren und zu kooperieren. Es gibt bei ihnen keine Voreingenommenheit und keinen darauf beruhenden Ausschluss von Möglichkeiten wie z. B. mit einer minderwertigen Lebensform zu kommunizieren oder die Annahme, dass diese gewisse Fähigkeiten und Rechte besitzen können. Gleichzeitig bleibt natürlich die Information, dass es sich bei dem Gesprächspartner um etwas minderwertiges handelt, bestehen. Die Calivon bieten einen Eindruck, wie Kaylonier die anderen Spezies wahrnehmen und wie überaus unterentwickelt sie doch aus deren Sicht sein müssen, damit Kaylon und Calivon auf Augenhöhe miteinander auskommen können und freundlich zueinander gesinnt sind. Insofern muss man den Kaylon wirklich außergewöhnliche Toleranz und Empathie zusprechen, weil zumindest Isaac sich auf so ein solch abgrundtiefes Niveau herablässt. Sehr viel können wir dazu aber auch noch nicht sagen, da er ja der einzige Kaylonier ist, der bisher gezeigt wurde. Interessant wäre zu sehen, wie Kaylonier untereinander kommunizieren. Bei den Calivon kann man es sich ungefähr vorstellen, denn untereinander sind sie wie Menschen. Im Zoo sind Familien wie bei unseren Zoos im 21. Jahrhundert anzutreffen und sie können normal miteinander umgehen.

Alara wird als Heldin gefeiert

Gemessen an den Strapazen, die sie einstecken musste, hat sie die Ehre verdient, auch wenn es kaum allein Ihr verdienst war, diese Mission mit Erfolg abzuschließen. Der Captain allerdings steht Tief in Ihrer Schuld. Sie hat Ihre Karriere dafür riskiert und ohne sie müsste er nun den Rest seines Lebens mit Kelly in seinem Terrarium verbringen.

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Somit belohnt er sie für „Herausragende Tapferkeit, Mut uns Einfallsreichtum“ mit dem Saphirstern-Abzeichen. Das schließt ihre außerordentlich steile Entwicklung als Kommandantin in dieser Episode ruhmreich ab. Sie hat durch Angst, Schuldgefühle und kollektiv gegen sie gerichteten Hass extrem gelitten, ist über sich und ihre Unerfahrenheit hinausgewachsen und wird schließlich dafür belohnt. Einen nicht unerheblichen Anteil an diesen Erfolgen hatte – neben Kermit dem Frosch und wenn auch diesmal nicht wegen seinen Flugkünsten – Lieutenant Malloy, der Alara erstens die entscheidende Ansage gemacht hat und dessen Idee es war, den Calivon die Videodateien anzubieten. Die Medaille für „Einfallsreichtum“ gebührt also eigentlich ihm. Insgesamt hat sich die Qualität und die Beliebtheit des Sicherheitsoffiziers verbessert. Die gesamte Besatzung feiert sie und hat unerschütterliche Treue zu ihrem charismatischen Captain bewiesen. 

In Bezug auf den Anfang und als Vorschau auf die nächste Episode schlüpft am Ende der Episode das Kind von Bortus und Klyden. Beide sind entsetzt dass es weiblich ist, was verständlicherweise unmöglich ist, weil bisher von einer eingeschlechtlichen Spezies die rede war.


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